Einsatzgebiet und Voraussetzungen einer Vorgespannten Vernetzten Ankerwand (VVA)

Als mögliche Einsatzgebiete sind der Schiwege- und Pistenbau, der Bau von Forststraßen, die Verbreiterung bestehender Straßen (im Speziellen bei steilen talseitigen Böschungen sowie bei beengten Verhältnissen und laufendem Verkehr), die Sanierung von Böschungsrutschungen, die Sicherung von bestehenden steilen Aushubsböschungen sowie der Bau von Mur- und Lawinenablenkdämmen zu nennen.

Es ist nur eine sehr schmale Aufstandsfläche (ca. 0,8 m) erforderlich. Dadurch ist es möglich, den Fuß der neuen Böschung in steilem Gelände ohne große Aushubsarbeiten (wie z. B. beim Aufbau eines Bewehrte-Erde-Körpers) anzusetzen.

Das Schüttmaterial kann lagenweise eingebracht und verdichtet werden.

Die Erdnägel werden sukzessive der Schüttung nacheilend versetzt und injiziert.

Der Nagel wird ab dem Nagelkopf in Material eingebunden, es ist über die volle Länge der Verbund mit dem Erdreich sowie ein Korrosionsschutz gegeben.

Der luftseitige Nagelbereich sowie der Nagelkopf werden korrosionssicher verzinkt ausgeführt.

Die Steilböschung kann begrünt werden (z. B. Spritzbegrünung, Sträucherbepflanzung)

Durch die Baustahlgitter-Abschalelemente sowie deren Verankerung ist eine temporäre Sicherung der Böschung während der Bauphase gegeben.

Durch das abschließend aufgebrachte verzinkte hochzugfeste Stahldrahtnetz erfolgt eine permanente Sicherung der Steilböschung.

Das Stahldrahtnetz wird vorgespannt; Ausbauchungen werden dadurch minimiert.

Preislich gesehen ist dieses System jederzeit mit den klassischen Verbauarten Holz-Krainer-Wand, Holz-Ankerwand etc. konkurrenzfähig.